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Mittwoch, 3. Oktober 2012

AdWords: Anzeigen können wieder immer leistungsunabhängig geschaltet werden

Erst in Juni hat Google die Einstellungen für die Anzeigenrotation bei AdWords angepasst. Wie wir bereits beschrieben haben, werden Anzeigen automatisch auf Clicks optimiert. D.h. bei mehreren aktiven Anzeigen in einer Anzeigengruppe wird die Anzeige öffter gschaltet, bei der Google mehr Clicks vermutet. Gleichzeitig haben die Nutzer die Möglichkeit bekomen, auch die so genannte "leistungsunabhängige Anzeigenschaltung" zu aktivieren, zumindest für 90 Tage. (vgl. http://dairmedia.blogspot.de/2012/06/adwords-wieder-an...)

Diese Option ist vor allem für manuelle Optimerung der Anzeigen interessant:Wenn zwei Anzeigen in einer Anzeigengruppe gegeneinander laufen (eine Art A/B-Test) und die Kampagne auf ROI optimiert wird (was ja sowieso eine sehr gute Idee ist ;-) ), dann ist die Anzeige mit mehr Clicks nicht unbedingt diejenige, die auch für den höheren ROI bzw. Gewinn sorgt.

Nun hat Google ja, ebenflals in Juni, eine Möglichkeit angeboten, der neuen Methode für die Anzeigenrotation über ein Formular zu widersprechen. Das Unternehmen hat auch versprochen, bei vielen "Opt-outs" eine entsprechende Option (dauerhafte leistungsunabhängige Anzeigenschaltung) auch über das AdWords Interface anzubieten. Nun hat Google sich entschlossen, diese Otpion auch tatsähclich im Interface anzubieten. Wer die Einstellung ändern möchte, kann über den "Einstellungen" Tab der jeweiligen Kampagne unter "Erweiterte Einstellungen" und dann "Anzeigenschaltung: Anzeigenrotation, Frequency Capping" die Option "immer leistungsunabhängig schalten" auswählen:
Damit würde auch die automatische Umstellung auf click-optimierte Schaltung von Anzeigen nach 90 Tagen entfallen. Mehr dazu im englischen Inside AdWords Blog: Inside AdWords: An update on ad rotation options.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Google startet eigenen Tag Manager

Google hat eine eigene Lösung für das "Tag Management" vorgestellt (offizieller Blogpost). Damit können Sie über ein einziges “Container Tag” mehrere verschiedene Codes auf Ihrer Webseite ausliefern, zum Beispiel für verschiedene Web Analytics Tools, Conversion Tracking, Tracking-Code für verschiedene Partnerprogramme und Affiliate-Netzwerke etc. Der Vorteil: In Ihre Webseite muss nur ein einziger Code eingebaut werden.
Google Tag Manager (Bild: Google)
Wer Partnerprogramme über mehrere Netzwerke oder direkte Partner bietet oder auch mehrere Web-Analytics Tools nutzt kennt das Problem: Für jedes Tool und jedes Affiliate-Netzwerk muss ein eigener Tracking-Code in die Webseite eingefügt werden. Hinzu kommen noch Codes für Conversion Tracking und ggf. Testing-Tools. Je mehr verschiedene Codes eingebaut werden müssen, desto unübersichtlicher und fehleranfälliger wird das ganze. Eine mögliche Lösung wären so genannte "Container Tags".

Bei "Container Tags" muss ein ein einziger code in die Webseite eingebaut werden. Die einzelnen Tracking-Codes werden über eine Web-Oberfläche verwaltet. Hier können neue Codes hinzugefügt oder wieder entfernt werden.

Einige Systeme zu Tag-Verwaltung wurden zum Beispiel auf der dmexco vorgestellt. Auch haben Vertreter der Branche (Tool-Anbieter) und Unternehmen über die Zukunft solcher Lösungen diskutiert. Allerdings war es auf der Messe noch eher ein Rand-Thema. Zwar haben einige unternehmen ihre neue Produkte angekündigt oder gleich fertige Lösungen präsentiert, viel Aufmerksamkeit hat das Thema allerdings (subjektiv gesehen) nicht bekommen. Mit dem "Google Tag Manager" kommt jetzt ein großer Spieler in diesen Bereich rein und viele werden die neue Lösung bestimt genauer anschauen.

Die Lösung von Google bieteteinige sehr nützliche und komfortable Funktionen (aus dem Google Blogpost):
  • Asynchronous tag loading—so your tags can fire faster without getting in each other's way, and without slowing down the user-visible part of the page
  • Easy-to-use tag templates, so marketers can quickly add tags with our web interface, as well as support for custom tags
  • Error-prevention tools like Preview mode (so you can see proposed changes before implementing them), the Debug Console, and Version History to ensure that new tags won’t break your site
  • User permissions and multi-account functionality to make it easy for large teams and agencies and clients to work together with appropriate levels of access

Wer den neuen Tag Manager von Google ausprobieren will, kann sich einfach mit einem bestehenden Google Account einloggen. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung gibt es zum Beispiel von Daniel Waisberg unter http://online-behavior.com/analytics/google-tag-manager (englisch). Mario Hillmers hat eine sehr detaillierte (deutsche) Anleitung für die Integration von Google Analytics Code mit dem neuen "Google Tag Manager" geschrieben: http://ganalyticsblog.de/analytics-allgemein/google-analytics-code-mit-dem-neuen-google-tag-manager-integrieren/.

Montag, 2. Juli 2012

Google bringt eigene Android App für Google Analytics heraus

Es ist soweit: Google hat (endlich) eine eigene Google Analytics App für Android herausgebracht. Die App ist im Google Play Store kostenfrei zu haben und bietet einen eher kurzen Überblick über die aktuellen Zahlen aus dem Google Analytics Account.


Wer eine kompeltte Google Analytics Oberfläche in Form einer App erwartet, wird enttäuscht. Die neue Google Analytics App bietet einige Zahlen und Grafiken an, um das Wichtigste auf dem mobilen Gerät sehen zu können. Die App zeigt die aktuelle Anzahl der Besucher auf der Website (in Echtzeit) an, hat ein Dashboard für wichtigste Metriken und kann mit automatischen und manuellen Alerts über auffällige Veränderungen der Kennzahlen informieren. Wer genaue Zahlen und Analysen sehen will, muss weiterhin die Web-Oberfläche oder eine andere App für Google Analytics nutzen.


Echtzeit-Anzeige

Google hebt vor allem die Echtzeit-Anzeige hervor. Mit der App sehen Sie, ähnlich wie in der Web-Oberfläche, wie viele Besucher sich gerade auf Ihrer Seite befinden und welche Seiten die größte Aktivität haben.

Dashboard

Auf einem Dashboard können Grafiken (jedoch keine Zahlen-Tabellen) für mehrere Metriken untergebracht werden. Sie können jede Menge Metriken (in der App „Messwerte“ genannt) auswählen und auf dem Dashboard darstellen. Die Auswahl lässt sich über die Menü-Taste und „Grafik hinzufügen“ treffen und bietet Metriken in den Kategorien Besucher und Sitzung, Adwords, Seiten-Tracking, Ereignis-Tracking, Site Search, Ziele und E-Commerce. Diese Rubriken bieten dann Grafiken für die Darstellung von Metriken, die auch aus der Web-Oberfläche von Google Analytics bekannt sind. Alle aus der Web-Oberfläche von Google Analytics bekannten contentbezogenen Berichte fehlen in der App allerdings komplett.

Je Grafik lassen sich einige Einstellungen vornehmen. So können sie das Sampling Intervall (stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich), Erweiterte Segmente (alle Besuche, neue oder wiederkehrende Besucher, bezahlte und nicht bezahlte Suchzugriffe, Such-/Direkt-/Verweis-Zugriffe, Besuche mit Conversions, Besuche mit Transaktionen, Zugriffe von Mobilgeräten und Besuche ohne Absprünge), den Zeitraum (standardmäßig 15 Tage, sonst auch 1-8 Tage oder 1-6 Monate) auswählen. Außerdem lässt sich einstellen, ob auch die Daten vom aktuellen Tag mit dargestellt werden sollen, mit dem Hinweis, dass diese wegen der verzögerten Bearbeitung nicht ganz aktuell sein können.

Automatische Benachrichtigungen (Alerts)

Bei den Alerts (dt.: Benachrichtigungen) zeigt die Google Analytics App auffällige Veränderungen bei den Kennzahlen, welche auch unter „Radar“ in der Web-Oberfläche zu finden sind. Sind dort eigene Benachrichtigungen angelegt, zeigt die App diese ebenfalls mit an.

Kommentar

Wie bereits anfangs erwähnt, ist die neue Google Analytics App gut dazu geeignet, von unterwegs einige wichtige Kennzahlen im Auge zu behalten. Für komplexere Analysen reicht sie allerdings nicht. Ein weiteres Manko ist es, dass nur die im mobilen Gerät eingetragenen Google-Accounts benutzt werden können. Wer also auf dem Smartphone einen anderen Google-Account nutzt, als für Google Analytics, muss im Analytics die Rechte auch für das Smartphone-Account freigeben, um mit der App auf die Daten zugreifen zu können. Dies kann nicht in jeder Situation optimal sein, zum Beispiel wenn mehrere Analytics-Accounts überwacht werden sollen – hier ist dann die Freischaltung des Smartphone-Profils in jedem GA-Account notwendig. Wer jedoch nur ein Google Analytics Account überwachen und nur über die zahlenbezogenen Metriken oder Besucherzahl in Echtzeit informiert werden möchte, sollte die kostenlose App auf jeden Fall auf seinem Android-Smartphone oder Tablet haben.