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Montag, 22. Juni 2015

Tracking von YouTube Video Events mit Google Analytics


Motivation für YouTube Video Tracking in Google Analytics

Oft werden Videos in die eigene Website eingebettet, welche auf YouTube gehostet sind. Die Video-Plattform selbst bietet bereits eine eigene Lösung für die Analyse der Videos: YouTube Anayltics liefert u.a. Daten zu Wiedergabezeiten, Zugriffsquellen etc. Dies gilt allerdings für alle Aufrufe der Videos, auch die, die direkt auf YouTube stattfinden. Für die Analyse des Besucherverhaltens auf der eigenen Website ist es interessant zu wissen, ob bzw. wie oft ein Video angeschaut wurde. Dafür können folgende Ereignisse definiert werden: „Play“, „Pause“, „Complete“. Bei Bedarf können auch zusätzliche Ereignisse im Video definiert werden können – hat der Besucher das Video bis zu einer bestimmten Stelle angeschaut, z.B. bis 40 Prozent, soll diese Information ebenfalls gespeichert werden.

Wird auf der Website Google Analytics für die Webanalyse verwendet, lassen sich all diese Ereignisse hier speichern. Die jeweiligen Besucher-Interaktionen können als Events an Google Analytics gesendet werden.


Voraussetzungen

Im Folgenden wird eine Lösung für die Event-Übermittlung mit Hilfe von einem zusätzlichen JavaScript beschrieben. Damit dies funktioniert, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
  • Auf der Website ist Google Analytics eingebunden. Idealerweise wird die aktuell empfohlene „Universal Analytics“[3] Variante eingesetzt.
  • Die Videos müssen über YouTube eingebunden werden, nicht über Drittanbieter-Plugins oder -Dienste.

Der Script erfordert keine zusätzlichen JavaScript Frameworks (z.B. jQuery), funktioniert jedoch auch, wenn diese auf der Website vorhanden sind.

Implementierung

Für das YouTube Tracking in Google Analytics verwenden wir den „LunaMetrics YouTube Tracking Script“. Dieser Script kann in GitHub Repository von Lunametrics unter https://github.com/lunametrics/youtube-google-analytics heruntergeladen werden. Diese Anleitung und die zugehörigen Tests basieren auf der Version 7 des Scripts. Der Script steht unter Creative Commons 4.0 International Public License.

Installation

Im Folgenden wird die „Standard“-Installation des Scripts durch einfügen von JavaScript Code in die Website beschrieben. Sofern der Google TagManager verwendet wird, kann der Script auch damit implementiert werden. Eine genaue Anleitung dazu liefert die Readme-Datei in der o.g. GitHub Repository.

Zusammenspiel mit anderen Scripts und Google Analytics

Der „LunaMetrics YouTube Tracking Script“ (im Folgenden „LMYTTS“) ist so konzipiert, dass dieser direkt eingesetzt werden kann. Er funktioniert auch mit anderen JavaScripts, die auf die YouTube IFrame API zugreifen, solange der LMYTTS nach diesen Scripts in den Quellcode der Website integriert wird.
Der Script erkennt auch automatisch, ob der klassische Google Analytics Code oder Universal Analytics eingesetzt wird und verwendet den entsprechenden Code, um die Ereignis-Daten an Analytics zu übermitteln. Bei Bedarf kann das Verwenden einer bestimmten Tracking-Variante auch über die Konfiguration erzwungen werden (wird hier nicht genauer behandelt).

Integration des Scripts in die Website

  1. Laden Sie den Code des LMYTTS aus der GitHub Repository (s.o.) und legen Sie es auf dem Webserver ab.
  2. Auf allen Webseiten, die ein YouTube-Video beinhalten, binden Sie den Script mit folgendem Code ein:  
<script src="/path/on/server/lunametrics-youtube-v7.gtm.min.js"></script>

Das war es!

Abschnitt-Tracking

Bei Bedarf kann mit dem LMYTTS auch das Anschauen des Videos bis zu einem bestimmten Abschnitt an Analytics gemeldet werden. Dazu muss der JavaScript Code des LMYTTS angepasst werden. Die letzte Zeile im LMYTTS

(document,window,"OPT_CONFIG_OBJ");


soll wie folgt ersetzt werden:
(document,window,{'percentageTracking': 20});

Damit wird das Ereignis-Tracking nach Abspielen der entsprechenden Abschnitte des Videos ausgelöst, in diesem Beispiel jeweils nach abgespielten 20%, d.h. nach 20%, 40%, 60% und 80%.


Haben Sie Fragen zu Web Analytics und Optimierung Ihrer Website? Wir helfen Ihnen gerne.


Montag, 15. Juni 2015

AdWords URL Umstellung -

In Februar hat Google die so genannten "Upgraded URLs" (Deutsch: "umgestellte URLs") angekündigt. Die Idee dahinter: Nutzer, die Tracking-URLs verwenden, sollen diese künftig einfacher verwalten und anpassen können. Statt einer einzigen Ziel-URL, die bisher bei Anzeigen und Keywords vergeben werden konnte, unterscheidet Google AdWords künftig zwischen der finalen URL ("Final URL"), also der eigentlichen Zielseite, und den Tracking-Informationen in Form von einer Tracking-vorlage ("Tracking Template") und Tracking-Parameter.

Final URL in Anzeigen (Bild: Google)


Die Vorteile der neuen URL-Aufteilung:
  • Der Aufwand beim Verwalten der Tracking-Parameter wird deutlich geringer. Denn die Tracking-Vorlagen und Tracking-Parameter können auf Anzeigengruppen-Ebene, auf Kampagnen-Ebene oder auch auf Account-Ebene definiert werden.
  • Ändern sich die Tracking-Parameter, wird die eigentliche Ziel-URL, welche nun "Final URL" heißt, nicht geändert. Damit gibt es bei solchen Änderungen auch keine Unterbrechung bei der Anzeigenschaltung und bei den Statistiken.

Wichtig dabei: Alle AdWords Account sollen zum 1. Juli 2015 umgestellt werden! Dann wird das bisherige Feld "ZielURL" nicht mehr verwendet. Stattdessen soll "Final URL"genutzt werden.

Wer keine Drittanbieter-Tools für Tracking oder Bid-Management verwendet, kann aufatmen. Denn Google stellt die Anzeigen, die Sitelinks und die Keywords, für die eigene Ziel-URLs hinterlegt wurden, automatisch um. Dennoch empfiehlt es sich, die Umstellung zu kontrollieren und diese ggf. sogar vorher manuell durchzuführen. Im einfachsten Fall bedeutet dies:

Verwenden Sie für Ihre Anzeigen zum Beispiel die Ziel-URL http://www.meinewebsite.de/landing-page/ können Sie diese einfach als "Final-URL" übernehmen.

Wenn Sie noch einen (oder mehrere) zusätzliche Parameter zum Beispiel für die Kampagnen-Kennziechnung einsetzen, z.B. http://www.meinewebsite.de/landing-page/?campaign=test dann lässt sich das in einem Tracking-Parameter campaign=test festhalten. Mit einer Tracking-Vorlage definieren Sie dann, wie Google dies alles zusammensetzen soll:

  1. Final-URL: http://www.meinewebsite.de/landing-page/
  2. Tracking-Parameter:  campaign=test
  3. Tracking-Vorlage:  {lpurl}&campaign={_campaign}
So sieht es dann aus:
Neue AdWords Anzeige mit Tracking-Parameter
Müssen dann die Tracking-Parameter geändert werden, werden auch nur diese und ggf. die Tracking-Vorlage bearbeitet. Die Final URL bleibt unverändert. Damit muss die Anzeige selbst nicht von Google neu überprüft werden und es wird auch keine neue Anzeige erstellt, so dass Sie keine Statistiken der Anzeige verlieren.

Wie Sie Tracking und Weiterleitungen in den URL-Optionen verwalten, erklärt Google in einem Hilfe-Artikel.

Insbesondere wer mit Tracking-URLs und -Tools arbeitet, sollte bereits vorher die Hand anlegen und die URL-Umstellung am Besten selbst durchführen. Beachten Sie bitte, dass die Umstellung alle Elemente betrifft, bei denen eine Ziel-URL definiert werden kann, also neben Anzeigen auch Keywords und Sitelinks.


Die aktuelle Version des AdWords Editors ist bereits für die Umstellung vorbereitet und hat einige Hilfreiche Funktionen, um die URLs umzustellen.

Bei Fragen zu der AdWords URL Umstellung hilft Ihnen auch Ihre AdWords Agentur gerne.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Chromecast im geschäftlichen Einsatz

Google Chromecast ist ein kleines Streaming-Stick und wird gerne dazu genutzt, Inhalte von einem Android Smartphone oder Tablet oder einem Computer auf einen Fernseher über die HDMI-Schnittstelle zu übertragen. Meistens werden damit Videos von YouTube oder Musik über das Netzwerk auf einem TV-Gerät abgespielt. Doch der Chromecast kann auch im Business-Alltag nützlich sein. So lassen sich mit dem Gerät auch Inhalte vom Computer – ein Chrome-Tab oder gar ein komplettes Bildschirm – auf den Fernseher übertragen. Dies können Sie nutzen, um zum Beispiel eine Präsentation vom Laptop auf einem Fernseher abzuspielen, statt einen Beamer zu benutzen. Wie es funktioniert und worauf Sie achten sollen lesen Sie in diesem Beitrag.


Google Chromecast Unboxing

Zunächst einmal paar Worte über den Google Chromecast. Das kleine Gerät sieht aus wie ein USB-Stick, wird allerdings mit einem HDMI-Eingang des Fernsehers verbunden. Zusätzlich wird eine Stromquelle benötigt. Dafür kann entweder ein benachbarter USB-Anschluss oder das mitgelieferte Netzteil verwendet werden. Die Internet-Verbindung funktioniert ausschließlich per WLAN und muss zunächst eingerichtet werden. Dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.

Hier sind noch einige Bilder des Chromecast beim Unboxing:
Google Chromecast im Unboxing - Foto 1

Google Chromecast im Unboxing - Foto 2

Google Chromecast im Unboxing - Foto 3

Google Chromecast im Unboxing - Foto 4

Einrichtung

Bevor der Chromecast für das Streaming verwendet werden kann, muss der Stick eingerichtet werden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung liefert Google direkt mit unter: www.chromecast.com/setup/

Die Einrichtung ist recht einfach: Stick mit HDMI Eingang des Fernsehers verbinden und den Strom-Kabel an USB-Anschluss im TV-Gerät oder über das Netzteil anschließen.

Chromecast am TV anschließen
Chromecast am TV anschließen
Jetzt fehlt noch die Netzverbindung. Diese kann über ein Android-Gerät oder über den Computer und Chrom-Browser hergestellt werden. Für Android sollte die entsprechende App aus dem Play Store heruntergeladen und installiert werden. Für den Chrome-Browser gibt es eine passende Erweiterung, die später auch noch benötigt wird. Für den später erläuterten Einsatz des Chromecast für Präsentationen werden beide Geräte benötigt, so dass es empfehlenswert ist, sowohl die Android-App als auch die Chrome-Erweiterung zu installieren. Die weitere Einrichtung nehmen wir per App vor.

Der Chromecast erzeugt zunächst temporär ein eigenes WLAN. Die Android App kann dieses Netz finden und zeigt das Gerät an. Nun müssen Sie noch das vorhandene WLAN-Netzwerk auswählen über den WLAN-Schlüssel eingeben. Daraufhin verbindet sich der Chromecast mit dem gewohnten WLAN.

Wichtig dabei: Wenn Sie in Ihrem WLAN einen MAC-Adressen-Filter eingerichtet haben, sollten Sie den Chromecast zunächst im Router für den Zugriff auf das Netzwerk freischalten. Die MAC-ID Ihres Chromecast wird bei der Einrichtung unten in der App aufgeführt.

Inhalte vom Computer auf Chromecast übertragen

Um die Inhalte vom Computer über Chromecast auf ein TV-Gerät zu übertragen, benötigen Sie den Chrome-Browser sowie die „Google Cast“ Erweiterung. Diese erhalten Sie kostenlos im Chrome-Store.
"Google Cast" Chrome-Erweiterung (Screenshot: chrome.google.com)
"Google Cast" Chrome-Erweiterung (Screenshot: chrome.google.com)
Nun können Sie mit einem Klick auf das „Google Cast“ Icon rechts oben die Inhalte an den Stick übertragen. Doch es geht auch mehr: Sie können mit dieser Chrome-Erweiterung auch das komplette Bildschirm oder nur ein Programm-Fenster übertragen, und dies nicht nur vom Chrome-Browser selbst. Damit können Sie zum Beispiel eine Präsentation starten und dann den Bildschirm-Inhalt an Chromecast übertragen. Wie es funktioniert? Ganz einfach:

  • Klicken Sie zunächst auf das „Google Cast“ Icon – das Menü zum Übertragen erscheint.
  • Rechts oben sehen Sie einen kleinen Pfeil. Klicken Sie diesen an.
  • Hier erhalten Sie die (noch experimentelle) Möglichkeit, auch Bildschirm oder Programm-Fenster zu übertragen.
Ganzes Bildschirm / Fenster an Chromecast übertragen
Ganzes Bildschirm / Fenster an Chromecast übertragen


Chromecast im Einsatz beim Kunden

Mit der zuletzt gezeigten Funktion lässt sich Chromecast auch im geschäftlichen Alltag nutzen. In vielen Meeting-Räumen steht bzw. hängt an der Wand inzwischen auch Fernseher, der meistens über einen HDMI-Eingang verfügt. Statt über einen Beamer, können Präsentationen und andere Inhalte auch an den Fernseher geschickt werden. Hat der Laptop keinen HDMI-Anschluss, müssen entsprechende Adapter genutzt werden. Viel eleganter ist in einem solchen Fall der Einsatz vom Chromecast.

Wie bereits oben gezeigt, können Sie sich neben Browser-Tabs auch den kompletten Bildschirminhalt via Chromecast übertragen, zum Beispiel auch eine Präsentation. Dieser Weg ist auch dann vorteilhaft, wenn mehrere Laptops abwechselnd genutzt werden: Statt die Geräte umzustecken, muss nur die Übertragung umgeschaltet werden. Wird doch ein Beamer verwendet und hat dieser auch einen HDMI-Eingang, kann der Chromecast auch hier eingesetzt werden.

Wichtig bei solchen Präsentationen ist der WLAN-Zugang. Im eigenen Büro ist es kein Problem, Chromecast in das Netzwerk zu lassen. Bei einem Meeting in einem anderen unternehmen, etwa bei einem Kunden, ist es jedoch einfacher, ein eigenes drahtloses Netzwerk „mitzubringen“. Die Funktion des WLAN-Routers kann zum Beispiel das eigene Smartphone oder Tablet übernehmen, sofern dieser die WLAN-HotSpot Funktion bietet. Auch kleine WLAN-router für unterwegs können genutzt werden.

Zu beachten ist dabei die Einrichtung der drahtlosen Verbindung für den Chromecast. Das genutzte WLAN-Netz kann problemlos geändert werden. Dies muss allerdings erfolgen, wenn der Stick sich im zuletzt eingerichteten WLAN befindet und das neue Netz ebenfalls verfügbar ist.

Über die Chromecast App können Sie in den Einstellungen den aktuellen WLAN-Netzwerknamen und anschließend ein neues Netzwerk aus der Drop-down-Liste auswählen. Dies muss allerdings noch in den eigenen vier Wänden passieren, wo das bisherige Netz noch verfügbar ist.
Viel eleganter ist es, beim tragbaren HotSpot, also zum Beispiel im Smartphone, die gleiche WLAN-Netzkennung (SSID) und das gleiche Passwort einzurichten, wie beim WLAN-Router im eigenen Büro oder zuhause. Wird dieser WLAN HotSpot unterwegs eingeschaltet, erkennt der Chromcast das vermeintlich bekannte Netzwerk und kann sich direkt damit verbinden. Auch der Laptop verbindet sich mit dem bekannten Netz einfacher.

Mit zusätzlichen Apps können Sie die Präsentation und andere Inhalte auch direkt vom Smartphone oder Tablet streamen und diese auch steuern. Bei Kunden, die diese Technik selbst nicht einsetzen, löst diese Art der Präsentation oft auch ein „Aha“-Effekt aus und wird sehr positiv angenommen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Chromecast und dessen Einsatz im geschäftlichen Alltag? Schreibt einfach ein Kommentar!