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Montag, 4. Juli 2016

Google Partner: Neues Logo mit Spezialisierungen - Unternehmensleistung wird wichtiger

Google hat das Google Partner Badge überarbeitet und gleichzeitig neue Bewertung für die AdWords™ Partner Agenturen eingeführt. Agentur-Kunden sollen damit einfacher die Spezialisierung der Agentur erkennen und die bessere Agentur für eigene Bedürfnisse aussuchen können, so die Idee. Denn nun bewertet und zeigt Google getrennt, ob die Agentur sich auf das Suchnetzwerk, Mobile, Display-Netzwerk, Shopping-Kampagnen und Video-Anzeigen spezialisiert. Durch die differenziertere Bewertung der Agenturleistung sollen die Agenturen dazu gebracht werden, eine noch bessere Betreuung für ihre Kunden anzubieten und sich auch mehr um neue AdWords Kunden zu kümmern. Schauen wir also an, was die Neuerungen bringen und worauf die Partner Agenturen künftig achten sollen.

Bild: Google Agency Blog


Neues Google Partner Logo

Google Partner Agenturen erhalten ab sofort ein neues Logo, auch als „Badge“ bekannt. Das hat Google im Agentur-Blog angekündigt. Optisch bleibt alles beim Alten, allerdings werden nun zusätzlich die so genannten Spezialisierungen mit angezeigt (gleich mehr dazu).

Wird das neue Logo in die eigene Website eingebunden, werden die Spezialisierungen angezeigt, wenn die Besucher mit der Maus über das rechte obere Ecke des Logos fahren. Den passenden Code können sich die Agenturen im Google Partner Bereich unter „Partnerstatus“ – „Logo abrufen“ holen.
Alternativ wird auch weiterhin ein statisches Logo angeboten, bei dem unter dem bisherigen Logo noch die Icons der einzelnen Spezialisierungen angezeigt werden. Diese Variante ist sowohl für Websites als auch für Druckwerbung gedacht.

Der Code für die dynamische Ansicht ähnelt dem Badge zum Beispiel für Google+ und basiert auf einem Javascript. Da diese Variante, ähnlich dem G+ Badge und Facebook-Profilbanner, aus Datenschutzsicht fraglich sein kann, wäre die statische Einbau in die Website empfehlenswert.

Neben dem bisherigen Google Partner Logo wird auch der neue „Premier Google Partner Badge“ eingeführt:

“The new badge is designed to recognize Partners who manage a substantial portfolio of Google advertising campaigns and deliver great results for their customers. Premier Partners will be required to maintain additional certification requirements and will receive increased support from Google.”

Für den Premier Status muss eine Agentur mindestens zwei zertifizierte Mitarbeiter haben und höhere Mindestanforderungen für Ausgaben für Ihre verwalteten Konten erfüllen.  Genauer Details zu der Höhe der Ausgaben verrät Google allerdings nicht. Nur so viel: „Das Mindestwerbebudget richtet sich nach dem Land und dem Marktbereich.“

Einzelheiten zum neuen Partner-Logo und Richtlinien zur Verwendung hat Google auf den Hilfe-Seiten zusammengefasst: https://support.google.com/partners/answer/3164957 .

Außerdem hat Google für die Verwendung des Partner Logos und die generelle Ansprache der Kunden eine Broschüre mit Richtlinieren und Empfehlungen erstellt. Das (derzeit nur) auf Englisch verfügbare „Brand Playbook for Agencies“ ist im Partner-Bereich verfügbar: https://goo.gl/DkU80P .

Unternehmensleistung als Partner-Anforderung

Bisher waren in erster Linie Qualifizierung von Mitarbeitern (durch Bestehen von Prüfungen) und Verwalten von bestimmten Budgets in den Kundenkonten die Hauptkriterien für eine Google Partner Agentur. Seit einigen Monaten wurde auch die Einhaltung von so genannten „Best Practices“ für die (interne) Bewertung der Agenturen eingeführt. Jetzt wird die Unternehmensleistung die Anstelle der Best Practices eines der Kriterien, nach denen der Partner-Status vergeben wird. Google schreibt dazu:
„Wenn wir die Unternehmensleistung beurteilen, betrachten wir das Umsatzwachstum der Kunden, die Kundenbindung, das Umsatzwachstum insgesamt und die Frage, ob die Zahl der Werbetreibenden gestiegen ist.“ (Quelle: https://support.google.com/partners/answer/3126965?hl=de)
Der aktuelle Stand wird im Google Partner-Konto unter „Partner-Status“ angezeigt.

Unternehmensspezialisierungen als weitere Kriterien

Neben der gesamten Unternehmensleistung werden auch die Leistungen in den einzelnen Spezialisierungen getrennt betrachtet. Ob eine Agentur also eine Spezialisierung in einem der Gebiete erhält, hängt auch von der Leistung in dem jeweiligen einzelnen Gebiet ab.
Anzeige von Unternehmensspezialisierungen im Partner Account

Google beurteilt dabei nach eigenen Angaben, ob die Agentur „über Produktkenntnisse im entsprechenden Fachgebiet“ verfügt:

„Dazu gehört unter anderem, wie effektiv Sie AdWords-Produkte in den Kampagnen Ihrer Kunden einsetzen, ob Sie eine stärkere Nutzung in Ihrem Produktbereich erzielen konnten und wie es mit der Kundenbindung in Ihrem Produktbereich aussieht.“ (Quelle: https://support.google.com/partners/answer/6370157)

An einer anderen Stelle heißt es auch:
„Wenn wir die Unternehmensleistung beurteilen, betrachten wir das Umsatzwachstum der Kunden, die Kundenbindung, das Umsatzwachstum insgesamt und die Frage, ob die Zahl der Werbetreibenden gestiegen ist.“ (Quelle: https://support.google.com/partners/answer/3126965)

Diese Beurteilung ist eines der Kriterien für die Vergabe der Spezialisierung, neben der Zertifizierung und den Werbeausgaben für einen AdWords-Produktbereich. Somit kann es passieren, dass eine Agentur trotz zertifizierter Mitarbeiter und genug Ausgaben in einem Bereich dennoch keine Spezialisierung in diesem Bereich erhält, weil die Unternehmensleistung nicht genügend ist.

Alte Kundenkonten beeinflussen die Leistung

Bei der Beurteilung der Unternehmensleistung, welche hier auch als Agenturleistung verstanden wird, spielt noch ein Faktor eine Rolle. Laut Google werden die Kundenkonten ab dem Zeitpunkt der Verknüpfung mit dem AdWords-Verwaltungskonto (MCC) überprüft.

An dieser Stelle müssen die Agenturen genau aufpassen, welche Kundenkonten sie in ihrem MCC verknüpft haben und wie gut diese performen. Einige (auch große) Agenturen haben früher Kunden in ihrem MCC behalten, auch wenn die Kampagnen nicht mehr aktiv betreut werden. Damit können sie dem Kunden zum Beispiel bei Bedarf bei einzelnen Fragen helfen, wenn der Kunde sich selbst um seine AdWords Kampagnen kümmert.

Performen diese Kampagnen jedoch nicht gut, haben solche Konten einen negativen Einfluss auf die Leistungsbewertung der Agentur. Damit kann am Ende die Leistung in den einzelnen AdWords-Produktbereichen unter das geforderte Minimum fallen und gar den gesamten Partner-Status der Agentur gefährden.

Insbesondere wenn die neue Anzeige der Unternehmensleistung schlechtere Werte anzeigt, als man selbst vermutet, sollte die Agentur sich fragen, ob solche Konten-Verknüpfungen noch sinnvoll sind. Eine Möglichkeit wäre, nicht mehr aktiv betreute Konten in ein neue MCC auszulagern, welches nicht mit dem Haupt-MCC verknüpft ist, welches für den Partner-Status bewertet wird.

Alternativ können die betroffenen Kampagnen auch mal wieder optimiert werden, was wiederum im Sinne der Kundenbindung wäre. Weiterhin schreibt Google, dass die Agenturen die Unternehmensleistung verbessern können, „wenn Sie sich der Marketingziele Ihrer Kunden bewusst sind und deren AdWords-Kampagnen so optimieren, dass diese Ziele erreicht werden“.

Das wichtigste dabei: Die kontinuierliche Optimierung der AdWords Kampagnen bringt Vorteile vor allem für die Kunden und zeigt diesen auch, dass ihre AdWords Agentur sich gut mit dem Bereich auskennt und für ein Wachstum sorgen kann.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Google: Änderungen bei AdWords 2016

Google hat am Dienstag zum Performance Summit 2016 geladen. Wie schon in den Jahren zuvor, hat das Unternehmen die bevorstehenden Änderungen bei Google AdWords und Google Analytics vorgestellt. Besonders das AdWords Werbeprogramm soll ein umfassendes Update erhalten. Sridhar Ramaswamy, Senior Vice President, Ads and Commerce bei Google, spricht von der "größten Veränderung der Text Ads seit AdWords vor 15 Jahren gestartet ist“. Schauen wir also auf die Änderungen, die uns in den kommenden Wochen und Monaten erwarten.

Mobile-First Strategie auch bei AdWords Anzeigen

Google geht weiter in Richtung „Mobile First“. Denn mittlerweile komme die Hälfte aller Suchanfragen bei Google von mobilen Endgeräten, so Ramaswamy bei der Präsentation der Neuerungen. Bereits im Februar hat Google die rechte Anzeigenspalte auf Desktop-Computern entfernt und das Aussehen der Suchergebnisseiten auf Desktop, Tablet und Mobile aneinander angeglichen. Vor einigen Tagen haben organische Suchergebnisse mehr Breite erhalten, so dann nun mehr Text bei der Überschrift und der Beschreibung angezeigt werden kann. Nun folgen auch die bezahlen Anzeigen.



Expanded Text Ads – längere Anzeigentexte kommen

Bereits seit einiger Zeit testet Google längere Anzeigentexte. Wir haben über diesen Beta-Test bereits geschrieben. Nun ist es offiziell: Zum ersten Mal in 15 Jahren ändert Google das Format für die Textanzeigen.


Mit mehr Text für die Überschrift und den Beschreibungstext werden die neuen Anzeigen knapp 50% größer. Konkret heißt es:
  • Statt der bisherig einer Überschrift mit maximal 25 Zeichen wird es künftig zwei Überschriften mit je 30 Zeichen geben.
  • Die beiden Beschreibungstexte mit je 35 Zeichen werden zu einer Zeile mit insgesamt 80 Zeichen zusammengefasst.
  • Bei der Anzeige-URL wird die Domain automatisch gesetzt und entspricht der Domain der finalen URL. Dafür lässt sich der angezeigte Pfad hinter der Domain mit zwei jeweils 15 Zeichen langen Blöcken anpassen.

Frühere Tests hätten gezeigt, dass die erweiterten Textanzeigen bis zu 20 Prozent höhere Klickraten haben, so Google in der Ankündigung. Werbetreibende sollen sich bereits auf das neue Anzeigenformat einstellen, bevor es später in diesem Jahr ausgerollt wird.


Gebotsanpassungen – Desktop und Tablet wieder einzeln ansteuern

Eine weitere wichtige und von vielen lang erwartete Neuerung betrifft die Gebote für unterschiedliche Geräte. Als Google vor einigen Jahren die erweiterten Kampagnen eingeführt hat, wurden auch neue Gebotsanpassungen für verschiedene Geräte eingeführt. Aktuell können die Werbetreibenden nur einen Gebot für Desktop-Computer und Tablet festlegen. Künftig sollen wieder getrennte Gebote für alle Geräte-Typen möglich werden – für Desktop ebenso für Tablets und, wie bereits jetzt, für Mobile, also Smartphones.

Damit gibt Google den Werbetreibenden wieder mehr Kontrolle und mehr Flexibilität bei der Optimierung von Geboten für verschiedene Geräte in die Hand. Außerdem sollen Gebotsanpassungen künftig um bis zu +900% möglich sein statt der aktuellen maximal +300%.

Dabei wird es möglich sein, selbst eine Geräteklasse als Basis auszuwählen. Mit Gebotsanpassungen werden dann die Gebote für die anderen Geräte gesteuert. Aktuell ist die Geräteklasse „Desktop und Tablet“ automatisch die Basis und mit Gebotsanpassungen lassen sich nur die Mobilgeräte anders ansteuern.



Responsive Anzeigen im Display-Netzwerk

Auch für das Display-Netzwerk hat Google einige Neuerungen angekündigt. Getreu dem „Mobile First“ Motto soll es ein neues Anzeigenformat „Responsive Display Ads“ geben. Werbetreibende sollen nur noch einige Elemente für die Anzeigen anlegen, wie die Überschrift, Beschreibungstext, ein Bild und die URL. Daraus will Google dann selbst Anzeigen zusammensetzen, die zum jeweiligen Umfeld besser passen. Auch will Google mit dem neuen Anzeigenformat Native Advertising ermöglichen. Allerdings wurden noch keine genaueren Angaben dazu gemacht.

Lokale Anzeigen in Google Maps

Bei den mobilen Suchanfragen bezieht sich rund ein Drittel auf die lokalen Suchergebnisse. Daher will Google neue Anzeigenformate im lokalen Bereich testen und bei Erfolg später auch einführen. So sollen zum Beispiel lokale Suchanzeigen auf Google.com und Google Maps erscheinen. Mehr Details dazu...

Ebenso will Google für mehr Branding in Maps sorgen. Bei „Promoted Pins“ sollen zum Beispiel einzelne Standorte mit einem Logo gekennzeichnet werden können. Für lokale Geschäfte soll es zudem eine Möglichkeit geben, Sonderangebote und das gesamte Sortiment anzuzeigen.



Zielgruppen-Ausrichtung in der Suche

Als eine weitere Neuerung bei AdWords wurde die Ausrichtung auf Zielgruppen im Suchnetzwerk angekündigt. So sollen die Anzeigen künftig nicht nur auf Suchanfragen ausgerichtet werden. Viel mehr will Google die aus dem Display-Bereich bekannten „ähnlichen Zielgruppen“ auch im Suchnetzwerk bereitstellen. Auch sollen demographische Kriterien für die Werbung in der Suche angeboten werden. Diese Funktion befindet bereits seit einiger Zeit im Beta-Test.

Neue AdWords-Benutzeroberfläche

Natürlich wurde auch die kommende neue Benutzeroberfläche von Google AdWords vorgestellt. Im März hatte Google ja eine komplett überarbeitet Web-Oberfläche angekündigt. Nun wurde das Unternehmen etwas konkreter und zeigt, wie das neue Web-Interface aussehen könnte. Viel Neues gab es allerdings noch nicht zu sehen. So sollen einige Einstellungen einfacher erreicht werden können. Auch soll die Startseite nach dem Login ein neues Dashboard zeigen, welches aufgeräumter ist und mehr wichtigere Informationen zeigen wird. Einen konkreten Termin gab es für die neue Oberfläche nicht. Fest steht nur: Google will die neue AdWords Oberfläche bis ins Jahr 2017 entwickeln und testen. Dabei sollen später auch ausgewählte Agenturen und Werbetreibende ihren Feedback dazu geben können.


Weiterhin hat Google mehrere Neuerungen bei Google Analytics und ein neues Daten-Visualisierung-Tool Data Studio angekündigt. Weitere Details zum Data Studio gibt es im Google Blog.

Die komplette Präsentation der „Ads & Analytics Innovations“ ist als Video verfügbar:


Bilder: Google bzw. Screenshots vom "Google Ads & Analytics Innovations Keynote" Video auf YouTube

Freitag, 6. Mai 2016

Google testet lange Anzeigentexte

Google testet gerade ein neues Format für die Anzeigentexte.  Dieser bietet fast doppelt so viel Platz für in der Überschrift und beim Anzeigentext und soll so für höhere Klickraten sorgen.


Die Anzeigentexte sind bei einer AdWords Kampagne sehr wichtig. Sie sollen die Nutzer davon überzeugen, genau Ihr Angebot auszuwählen und auf Ihre Website zu gehen. Dabei muss die Werbebotschaft in das kleine von Google vorgegebene Format passen: eine Zeile für die Überschrift mit 25 Zeichen und zwei Zeilen Text mit je 35 Zeichen.

Je nach Produkt oder Dienstleistung kann es schon schwierig sein, eine gute Werbebotschaft in dieses kleine Format zu bringen. Besonders bei langen zusammengesetzten Wörtern sind die Text-Zeilen schnell ausgefüllt. Nun will Google mit einem neuen Anzeigenformat mehr Platz für die Texte bieten und hat einen Beta-Test gestartet, wie Search Engine Land berichtet.

Längere Überschriften und mehr Platz für Anzeigentext

Bisher wurde die Anzeigenüberschrift mit dem Inhalt der ersten Textzeile erweitert, wenn diese mit einem Satzzeichen endet. Künftig sollen Anzeigentexte zwei Überschrift-Zeilen enthalten – mit je 30 Zeichen, die dann als eine Überschriftzeile dargestellt werden kann.  Aus den zwei Textzeilen soll eine Zeile werden, die künftig bis zu 80 Zeichen beinhaltet.

Neues Format für die Display-URL

Eine weitere Neuerung beim neuen Anzeigenformat betrifft die Display-URL. Bisher war diese auf 35 Zeichen beschränkt. Hier mussten die Werbetreibenden ihre Domain unterbringen und konnten ggf. noch einige Keywords als Teil einer (fiktiven) URL dahinter setzen. Im neuen Anzeigenformat kann ein Pfad mit zwei Unterordnern an die Domain angehängt werden. Im Screenshot hat der Werbetreibende zwei Pfade „/NewYorkCity“ und „/Budget“ eingetragen.


Geschlossenes Beta

Der Anzeigentest läuft derzeit als ein geschlossenes Beta. Das bedeutet, dass ausgewählte Werbetreibende die neuen Funktionen für ihre Anzeigen ausprobieren können. Und wir demnächst also auch solche langen Anzeigen hin und wieder sehen können. Ob und wann die neuen Formate auch für alle AdWords Nutzer freigeschaltet werden, ist noch unbekannt.