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Montag, 7. März 2016

Google AdWords Conversion Tracking Code Tipps

Mit Conversion-Tracking können Sie ermitteln, wie effektiv Ihre Anzeigenklicks zu gewinnbringenden Nutzeraktivitäten auf Ihrer Website führen, beispielsweise Käufe, Anmeldungen oder das Ausfüllen von Formularen. Hier fassen wir zusammen, wie Sie den Conversion Tracking Code, auch “Tag” genannt, für Ihre Website erstellen, um Kundenaktionen zu erfassen.


Conversions auf einer Website erfassen

1. Conversion-Tracking-Tag im AdWords-Konto abrufen

  1. Klicken Sie auf den Tab Tools und wählen Sie im Drop-down-Menü Conversions aus.
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche + CONVERSION.
  3. Nun werden Optionen für die verschiedenen Arten von Conversion-Quellen angezeigt, die erfasst werden können. Wählen Sie die Option “Website” aus.
  4. Geben Sie unter Name einen Namen und unter Wert den Wert für die zu erfassende Conversion-Aktion ein und wählen Sie anschließend die passenden Zählmethode, Zeitraum und Kategorie aus.
  5. Klicken Sie auf Speichern und fortfahren.
  6. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen. Wenn Sie Änderungen vornehmen möchten, klicken Sie auf Conversion-Einstellungen bearbeiten.
  7. Wenn Sie für Websites, die nicht auf HTML basieren, die Auszeichnungssprache ändern oder anstelle von Seitenaufrufen Klicks auf Schaltflächen oder Links erfassen möchten, klicken Sie unter “Tag einfügen” auf Erweiterte Tag-Einstellungen und nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor.

Tipps zur Zählmethode bei Conversions

Mit der “Zählmethode” legen Sie fest, wie die Conversions gezählt werden sollen:
  • Jede: Diese Einstellung ist am besten für Verkäufe geeignet, wenn wahrscheinlich jede Conversion gewinnbringend für Ihr Unternehmen ist.
  • Eine: Diese Einstellung eignet sich am besten für Leads wie beispielsweise ein Anmeldeformular auf Ihrer Website, wenn wahrscheinlich nur eine Conversion pro Anzeigenklick gewinnbringend für Ihr Unternehmen ist.
Weitere Tipps zum Erstellen von Conversion Tracking Codes in Google AdWords liefert Google in der AdWords Hilfe. Gerne hilft Ihnen auch Ihre AdWords Agentur dabei.

2. Tag auf der Website einfügen

  1. Öffnen Sie den HTML-Code der Webseite, auf die Ihre Kunden nach dem Ausführen einer Conversion auf Ihrer Website gelangen. Dies kann beispielsweise die Website mit der Mitteilung “Vielen Dank für Ihre Bestellung” sein. Diese Seite wird auch als “Conversion-Seite” oder “Danke-Seite” bezeichnet.
  2. Fügen Sie den in Teil 1 generierten Tag zwischen den Body-Tags (<body></body>) der Seite ein.
  3. Speichern Sie die Änderungen an der Webseite. Fertig!
<!-- Google-Code für die Conversion-Seite "Kauf" -->
<script type="text/javascript"> 
/* <![CDATA[ */
var google_conversion_id = 1234567890;
var google_conversion_language = "de_DE";
var google_conversion_format = "3";
var google_conversion_color = "ffffff";
var google_conversion_label = "xxx-XXx1xXXX123X1xX";
var google_conversion_value = 10.00;
var google_conversion_currency = "EUR";
var google_remarketing_only = false;
/* ]]> */ 
</script>
<script type="text/javascript" src="//www.googleadservices.com/pagead/conversion.js"></script>
<noscript>
<img height=1 width=1 border=0 src="//www.googleadservices.com/pagead/conversion/1234567890/?value=10.0&label=Kauf&script=0">
</noscript>
<noscript>
<div style="display:inline;">
<img height="1" width="1" style="border-style:none;" alt="" src="//www.googleadservices.com/pagead/conversion/1234567890/?value=10.00&amp;currency_code=EUR&amp;label=xxx-XXx1xXXX123X1xX&amp;guid=ON&amp;script=0"/>
</div>
</noscript>
Wie oben erwähnt, fügen Sie den Conversion-Tracking-Tag wahrscheinlich auf einer Seite ein, bei deren Aufruf eine Conversion gezählt werden soll. Sie können jedoch auch Klicks auf eine Schaltfläche oder einen Link als Conversions erfassen. Dies ist beispielsweise in folgenden Fällen sinnvoll:
  • Besucher Ihrer Website werden nach einem Klick auf die Schaltfläche “Kaufen” zum Bezahlen auf die Website eines Drittanbieters und anschließend nicht unbedingt auf die Bestätigungsseite Ihrer Website weitergeleitet.
  • Besucher Ihrer Website laden ein Whitepaper, eine App oder eine sonstige Datei herunter und vor dem Download wird keine Interstitial-Seite mit dem Conversion-Tracking-Code angezeigt.
  • Besucher Ihrer Website klicken auf einen Verweislink für ein anderes Unternehmen und verlassen Ihre Website.
Wenn Sie keine Seitenaufrufe, sondern Klicks auf Schaltflächen oder Links erfassen möchten, fügen Sie dem Conversion-Tracking-Tag den Befehl “onclick” gemäß folgender Anleitung hinzu.

1. Onclick-Handler für Conversions einrichten

Zum Erstellen des Tracking-Codes für Erfassung von Clicks als Conversions gehen Sie zunächst genauso vor, wie ober erwähnt. Beim Abrufen des Tracking-Codes in der AdWords Oberfläche haben Sie jedoch die Möglichkeit, einen angepassten Code für die Erfassung von Clicks zu wählen:
  1. Klicken Sie dazu auf den eher unscheinbaren Link Legen Sie fest, ob Conversions beim Seitenaufbau oder bei einem Klick erfasst werden sollen.
  2. Es öffnet sich eine Auswahl, ob Sie einen Tracking-Code für den “Seitenaufbau” oder für einen “Klick” benötigen. Wählen Sie Klick aus. Dann erhalten Sie folgenden Tracking-Code, denn Sie in Ihre Website einbauen können.
<!-- Google Code for Online Verkauf Conversion Page
In your html page, add the snippet and call goog_report_conversion when someone clicks on the chosen link or button. -->
<script type="text/javascript">
  /* <![CDATA[ */
  goog_snippet_vars = function() {
    var w = window;
    w.google_conversion_id = 1234567890;
    w.google_conversion_label = "xxx-XXx1xXXX123X1xX";
    w.google_conversion_value = 10.00;
    w.google_conversion_currency = "EUR";
    w.google_remarketing_only = false;
  }
  // DO NOT CHANGE THE CODE BELOW.
  goog_report_conversion = function(url) {
    goog_snippet_vars();
    window.google_conversion_format = "3";
    window.google_is_call = true;
    var opt = new Object();
    opt.onload_callback = function() {
    if (typeof(url) != 'undefined') {
      window.location = url;
    }
  }
  var conv_handler = window['google_trackConversion'];
  if (typeof(conv_handler) == 'function') {
    conv_handler(opt);
  }
}
/* ]]> */
</script>
<script type="text/javascript"
  src="//www.googleadservices.com/pagead/conversion_async.js">
</script>

2. Tag auf der Website einfügen

  1. Rufen Sie die Seite Ihrer Website mit der Schaltfläche oder dem Link auf, bei denen Sie den Klick als Conversion erfassen wollen. Öffnen Sie dann den zugehörigen HTML-Code zur Bearbeitung.
  2. Fügen Sie das in AdWords generierte Code-Snippet zwischen den body-Tags (<body></body>) der Seite ein.
  3. Fügen Sie den Handler onclick in den HTML-Code ein. Welchen onclick-Befehl Sie genau verwenden, ist abhängig davon, ob ein Textlink, ein Bild oder eine Schaltfläche auf der Website angezeigt wird.

Beispiele für eine Conversion bei Klick

Ersetzen Sie im Code unten die Beispiel-URL und den Text durch Ihren tatsächlichen Link und den gewünschten Text!

<body>
   
<!-- Beispiel-Link für einen Dateidownload. -->
<a onclick="goog_report_conversion('http://www.ihrebeispielurl.de/whitepapers/a.pdf')" href="http://www.ihrebeispielurl.de/whitepapers/a.pdf" >JETZT HERUNTERLADEN</a>
 
<!-- Beispiel für eine Schaltfläche -->
<button onclick="goog_report_conversion('http://ihrebeispielurl.de/ihr-link')" href="http://ihrebeispielurl.de/ihr-link">Jetzt herunterladen!</button>
 
<!-- Beispiel für einen Bild -->
<img src="herunterladen_schaltfläche.gif" alt="White Paper herunterladen" width="32" height="32" onClick="goog_report_conversion('http://ihrebeispielurl.de/ihr-link')"/>
 
</body>
</html>

Fügen Sie für die Tracking-Funktion nicht nur das Conversion-Tracking-Tag, sondern auch den entsprechenden onclick-Code aus einem der obigen Beispiele ein. Dadurch wird in AdWords nur dann eine Conversion erfasst, wenn ein Nutzer auf einen ausgewählten Link oder eine ausgewählte Schaltfläche klickt.


Extra-Tipp: AJAX-Request als Conversion

Immer wieder treffen wir auf Websites, in denen das Kontakt-Formular per AJAX abgeschickt wird. Hier gibt es dann keine Website mit einer “Vielen Dank” Meldung, auf welche die Kunden nach dem Ausführen einer Conversion gelangen. Um auch diese Conversion in AdWords zu erfassen können Sie einen einfachen Trick verwenden:

Nutzen Sie den oben definierten Onclick-Handler, rufen diesen jedoch nicht bei einem Klick sondern beim erfolgreichen Versand des AJAX-Requests auf.

Diese Methode ist viel “sauberer”, als bisherige Lösungen, in denen das Image-Tag aus dem NoScript-Bereich des Standard-Conversion-Tracking-Codes manuell mit Hilfe von JavaScript in die Seite eingefügt wurde, wie etwa hier beschrieben: http://sem-blog.com/klicks-als-adwords-conversion-messen-791/

Je nach verwendeter JavaScript-Bibliothek oder auch bei nativen JavaScript-AJAX-Requests können Sie eine Callback-Funktion definieren, welche nach erfolgreichem Versand aufgerufen wird. In diesem Fall soll es der Aufruf von goog_report_conversion() sein. Als Parameter für den Funktionsaufruf sollten Sie noch eine (virtuelle) URL verwenden, die als “Bestellbestätigunsseite” in den Reports angezeigt werden kann.

Hier ist ein Beispiel für den Tracking-Code Aufruf mit jQuery:

$(document).ready(function() {
 
    // process the form
    $('form').submit(function(event) {
 
        // get the form data
        // there are many ways to get this data using jQuery (you can use the class or id also)
        var formData = {
            'name'              : $('input[name=name]').val(),
            'email'             : $('input[name=email]').val()
        };
 
        // Assign handlers immediately after making the request,
        // and remember the jqXHR object for this request
 
        var jqxhr = $.ajax({
            type        : 'POST', // define the type of HTTP verb we want to use (POST for our form)
            url         : 'https://www.ihredomain.de/kauf-abschliessen.php', // the url where we want to POST
            data        : formData, // our data object
            dataType    : 'json' // what type of data do we expect back from the server
        })
        // using the done callback
        .done(function(url) {
 
                goog_report_conversion(url);
 
                // here we will handle errors and validation messages
        })
        .fail(function() {
                // AJAX error
        })
        .always(function() {
                // complete
        });
 
        // stop the form from submitting the normal way and refreshing the page
        event.preventDefault();
    });
 
});
 
Das wichtigste in diesem Beispiel ist also die .done() Callback-Funktion, die nach einem erfolgreichen AJAX-Request aufgerufen wird. Hier wird dann das AdWords Conversion Tracking aufgerufen.

Deprecation Notice: The jqXHR.success(), jqXHR.error(), and jqXHR.complete() callbacks are deprecated as of jQuery 1.8. To prepare your code for their eventual removal, use jqXHR.done(), jqXHR.fail(), and jqXHR.always() instead. (Quelle: http://api.jquery.com/jquery.ajax/#jQuery-ajax-settings )

Montag, 22. Februar 2016

Google streicht AdWords Anzeigen auf der rechten Seite


Google passt die Darstellung der Suchergebnisse auf dem Desktop an. Künftig wird es keine bezahlten Ergebnisse (auch als AdWords Anzeigen bekannt) auf der rechten Seite geben. Damit wird das Aussehen der Seite an die mobilen Ergebnisseiten angepasst. Gleichzeitig will Google jetzt bis zu 4 Anzeigen über den organischen Suchergebnissen schalten und auch drei Anzeigen unten auf der Seite platzieren. Wir fassen die bevorstehenden Änderungen zusammen und welche Auswirkungen sie haben werden.

Google AdWords

Was ändert sich?

Bisher zeigt Google auf einem Desktop-PC bis zu drei Anzeigen über den organischen Suchergebnissen. Auf der rechten Seite werden nochmal bis zu 8 AdWords Anzeigen eingeblendet.

Beim neuen Design sollen vier Anzeigen über den organischen Ergebnissen stehen. Zusätzlich werden drei Anzeigen ganz unten auf der Seite geschaltet. Die rechte Seitenleiste soll leer bleiben. Allerdings gibt es dafür eine Ausnahme: Die Anzeigen aus Google Shopping Kampagnen – auch als Product Listing Ads (PLA) bekannt – werden weiterhin rechts neben den Suchergebnissen und den Top-Anzeigen dargestellt.

Damit werden die Suchergebnisse bei Google auf einem Desktop fast genauso aussehen, wie auf einem mobilen Gerät. Auf einem Smartphone ist bekanntlich nicht genügend Platz für eine rechte Spalte. Und auf Tablets hat Google das neue Interface bereits in November 2015 eingeführt. Damals wurde die Darstellung aus einer Kombination von Desktop- und mobilen Version gegen einem Smartphone-ähnlichen Aussehen geändert.

Die erste Abbildung zeigt die bisherige Suchergebnisseite und die zweite Abbildung stellt die neue Darstellung der AdWords Anzeigen dar.

Bisherige Darstellung von AdWords Anzeigen
Neues Aussehen der Suchergebnisseite mit 4 Top-Anzeigen

Warum die Änderung?

Google testet das neue Erscheinungsbild der Suchseiten bereits seit mehreren Jahren. In letzter Zeit wurden auch sie Suchergebnisseiten auch in Deutschland andere Anzeigen-Plätze getestet. Nun soll das neue Aussehen der Seite ohne die rechte Anzeigen-Spalte global ausgerollt werden.
Ein Google-Sprecher bestätigte gegenüber Search Engine Land, dass die Änderungen nun für alle Suchanfragen in allen Sprachen ausgerollt werden.

Mit dem neuen Layout erreicht Google nach eigenen Angaben, dass die Ergebnisse insgesamt mehr Relevanz für die Nutzer haben werden. Auch sollen neue Anzeigen-Platzierungen eine bessere Performance für Werbetreibende bringen.

Laut mehreren Studien beschäftigen sich die Nutzer meistens nur mit den oberen Ergebnissen auf der Suchseite. Die durchschnittliche Klickrate dürfte hier deutlich höher sein, als auf den Anzeigen in der rechten Spalte (right hand side, RHS). Es wird zudem spekuliert, dass die Klicks auf die vier AdWords Anzeigen oberhalb der organischen Ergebnisse insgesamt mehr Umsatz für Google bringen, als die relativ günstigen Klicks auf der gesamten rechten Spalte.

Was bedeutet diese Änderung?

Das neue Aussehen von Suchergebnisseiten (SERP) hat eine Vielzahl von Auswirkungen. Wir fassen diese zusammen:

1. Die Anzahl der Werbeplätze auf einer Suchergebnisseite (SERP) wird reduziert – von bisher 11 auf nun 7 Anzeigenpositionen. Damit wird der Konkurrenzkampf um die verbleibenden Anzeigenplätze größer.

2. Der höhere Wettbewerb um die Top-Positionen kann zunächst dazu führen, dass das Schalten von AdWords Anzeigen teurer wird.

3. Bisher haben kleinere Unternehmen, die zuvor ihre Anzeigen auf unteren Positionen in der rechten Seitenleiste geschaltet haben, auch Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden zum Teil für sehr wenig Geld hatten. Durch den Wegfall von diesen günstigen Anzeigenpositionen können einige Unternehmen auch ihre Kampagnen stoppen und kein AdWords mehr schalten.

4. Der gleiche Grund kann auch zu einer höheren Markteintrittsbarriere für kleinere Unternehmen führen. Denn nicht alle Unternehmen verfügen über genügend Budget und Know-how, um mit den Big-Playern bei den Top-Positionen zu konkurrieren.

5. Die Top-Positionen waren bereits bisher nur durch eine bessere Relevanz zu erreichen. Behält Google den Kurs bei, werden immer mehr Werbetreibende Wert auf eine höhere Qualität ihrer Anzeigen, Keywords und Landingpages legen. Durch den besseren Qualitätsfaktor werden auch die neuen Top-Positionen dadurch wieder günstiger. Die Klickpreise (CPC) können mittelfristig wieder sinken.

6. Die ersten Positionen der organischen Ergebnisse rutschen in der Darstellung weiter nach unten. Je nach Display-Größe können sie sogar komplett aus dem sichtbaren Bereich („above the fold“) verschwinden. Dadurch wird der Kampf um Top Positionen auch Bereich SEO angefeuert.

7. Die Anzeigen auf den Top-Positionen werden höhere Klickraten erzielen und auch insgesamt mehr Klicks bekommen. Dadurch verdient Google am Ende auch mehr.

Fazit: Was soll ich als Werbetreibende unternehmen?

Diese Frage werden sich in diesen Tagen sicherlich viele stellen. Wie öfter erwähnt, legt Google viel Wert auf die Relevanz der Suchergebnisse für die Nutzer. Auch die Anzeigen und die Angebote auf den Websites dahinter sollen für die Nutzer relevant sein. Die Qualität der Kampagnen gewinnt also weiter an Bedeutung. Für alle, die Google AdWords als einen Marketing-Kanal auch künftig nutzen wollen, wird es einmal mehr lohnen, sich mit der AdWords Optimierung zu beschäftigen. Wir von DAIR Media helfen Ihnen gerne dabei und kümmern uns laufend darum, dass Ihre Werbekampagnen die bestmögliche Leistung erreichen.

Mittwoch, 5. August 2015

7 Argumente für Branding Anzeigen in AdWords

Immer wieder stellen Kunden und auch Kampagnen-Manager die Frage, ob sie eine Brand-Kampagne erstellen sollen. Die Frage ist also, ob sie auch auf Firmen-Namen („Brand-Keywords“) bieten sollen oder nicht. Eine Frage, die sich pauschal nur schlecht beantworten lässt. Wie so oft gilt auch hier: Es kommt darauf an. Es gibt Argumente sowohl für als auch gegen Brand-Bidding auf den eigenen Markennamen.
Das häufigste Argument GEGEN einer Brand-Kampagne für die eigene Marke: Bei der Suche nach dem eigenen Firmennamen wird die eigene Website als erste in den organischen Ergebnissen angezeigt. Warum soll noch Geld ausgegeben werden, um zusätzlich eine Anzeige zu schalten?

Es gibt jedoch mehrere Gründe, die FÜR eine Schaltung von AdWords Anzeigen auf den eigenen Markennamen sprechen. Mit solchen Anzeigen wird der Branding-Effekt oft verstärkt und es lassen sich günstig Conversions generieren. Nachfolgend finden Sie diese und weitere Vorteile einer Branding-Kampagne.

1. Bessere Präsenz auf Suchergebnis-Seiten und ein "Seriösitätsbonus" bei den Kunden

Die Anzeigen erscheinen vor den organischen Suchergebnissen. Werden bei der Kampagne auch Sitelinks (s. nächsten Punkt) und andere Anzeigenerweiterungen genutzt, belegt eine AdWords Anzeige viel Platz und dominiert die Suchergebnis-Seite. Die organischen Suchergebnisse rutschen weiter nach unten. Dies hat gleich mehrere Effekte: Die größere und auffälligere anzeige wird öfter angeklickt, durch die höhere Klickrate steigt die Relevanz der Anzeige und die Klickpreise sinken.

Außerdem kann es vorkommen, dass bei der Suche nach einer Marke in den organischen Ergebnissen auch ältere Presseberichte oder negative Foren-Beiträge über die Firma angezeigt werden. Durch die Schaltung der Anzeigen rutschen diese weiter nach unten und werden von den Nutzern weniger wahrgenommen. So können die Brand-Anzeigen auch die Online-Reputation des Unternehmens retten.

2. Wahl einer beliebigen Ziel-Seite und Möglichkeit, Sitelinks mit zusätzlichen Angeboten zu schalten

Bei den organischen Suchergebnissen wird für das eigene Marken-Keyword meistens die Startseite oder eine andere starke Seite des Firmen-Webauftritts angezeigt. Selten werden noch weitere Unterseiten mit angezeigt. Hier entscheidet Google, welche Zielseite dem Nutzer präsentiert wird.

Bei den AdWords Anzeigen entscheidet dagegen das Unternehmen selbst, auf welche Zielseiten die Nutzer weitergeleitet werden sollen. Zudem können mit verschiedenen Anzeigenerweiterungen zusätzliche Informationen mit eingeblendet werden. So können aktuell zum Beispiel die eigene Telefonnummer und zusätzliche Informationen wie USPs neben bzw. unter den Anzeigen gezeigt werden.

Mit den so genannten Sitelinks können zudem weitere Unterseiten, wie aktuelle Angebote oder einzelne Produkte und Dienste darstellen. Auch hier entscheidet das werbende Unternehmen, welche Teile der eigenen Website angezeigt werden sollen.

Neben mehr Kontrolle haben Sitelinks auch den Effekt, dass sie mehr Fläche auf dem Bildschirm ausfüllen und so eher zu einem (gezielten) Klick eines Nutzer führen.

3. Neue Branding-Botschaften testen

Mit Brand-Anzeigen lassen sich auch verschiedene Webebotschaften testen. Denn bei einer Brand-Kampagne können mehrere Anzeigen geschaltet werden, die gegeneinander antreten. In den Reports lässt sich dann einfach ablesen, welche Texte bei den Nutzern besser ankommen und welche Texte zu mehr Conversions führen.

4. Mehr Klicks, bessere Klickrate, günstige Klickpreise

Wie bereits in den beiden vorherigen Punkten erwähnt, erzielen die Brand-Anzeigen meistens eine sehr hohe Klickrate. Denn die Relevanz der Anzeige und der Zielseite zu der Suchanfrage ist hoch. Und je höher die Klickrate, desto besser wird auch der Qualitätsfaktor der Brand-Keywords. Und damit sinkt der Klickpreis (CPC). Und dabei sind die Klickpreise für eigene Brand-Keywords bereits niedrig, da es kaum Konkurrenz gibt, die die Preise in die Höhe treiben kann. Im Vergleich zu den allgemeineren (Produkt)-Keywords, auf die auch die Konkurrenz bietet, sind die eigenen Brand-Keywords also deutlich günstiger und konvertieren meistens viel besser.

Nebenbei bemerkt: Ein guter Qualitätsfaktor bei den Brand-Keywords kann auch dem gesamten Account zugutekommen. Es gibt die Meinung unter den AdWords Experten, dass es so etwas wie ein Account-Qualitätsfaktor existiert (vgl. http://www.wordstream.com/blog/ws/2015/07/29/account-level-quality-score). Stimmt es, dann haben die Brand-Keywords und Brand-Kampagnen einen positiven Einfluss auf die restlichen Keywords im AdWords Account.

5. Absicherung gegen Mitbewerber / Brand-Bidding

Bei Google AdWords ist es oft möglich, Anzeigen auch für fremde Firmennamen zu schalten. Somit kann Konkurrenz auch Anzeigen schalten, wenn der eigene Firmenname gesucht wird. Ist der eigene Firmenname zudem recht allgemein oder beinhaltet auch generische Begriffe, wie zum Beispiel „Dachdecker Müller“, dann können bei solchen Suchanfragen ebenfalls Anzeigen der Konkurrenz geschaltet werden. Damit erscheinen fremde Anzeigen über den organischen Suchergebnissen.

Eigene Anzeigen haben jedoch eine höhere Relevanz und sind auch viel günstiger, als für die Konkurrenz. So können mit eigenen Brand-Kampagnen die Anzeigen der Konkurrenz überboten werden und der eigene Firmenname erscheint wieder ganz oben auf der Suchergebnisseite.

Häufig kommt es auch vor, dass die Nutzer die komplette Web-Adresse in das Suchfeld eingeben. Auch für solche Suchanfragen lassen sich Anzeigen schalten. Mit eigenen Brand-Anzeigen für eigene URLs als Keywords kann die Konkurrenz wieder überboten werden.

6. Mehr Daten für Remarketing-Kampagnen

Durch die vielen Klicks auf die Brand-Anzeigen lassen sich auch viele zusätzliche Daten gewinnen, um die AdWords Kampagnen zu optimieren und besser auf die Nutzer auszurichten.

So lassen sich Remarketing-Kampagnen speziell auf die Nutzer ausrichten, die nach eigenen Brand-Namen gesucht haben. Außerdem lassen sich damit grundsätzlich mehr Nutzer über Remarketing-Kampagnen ansprechen, da AdWords mehr Nutzer über die Brand-Klicks erfassen kann. Insbesondere für Unternehmen, die kein Google Analytics auf ihren Websites einsetzen, ist dies eine gute Möglichkeit, mehr Besucher anzusprechen.

7. Mobile Suchergebnisse

Auf einem Smartphone unterscheidet sich die Suchergebnisseite von der auf einem Desktop-Computer. Hier werden zunächst die AdWords Anzeigen dann lokale Suchergebnisse und ggf. Shopping-Anzeigen und erst dann die organischen Suchergebnisse angezeigt. Wer hier als erster angeklickt werden will, sollte mit seiner Anzeige auf der Top-Position stehen. Und beim eigenen Firmennamen ist es ja besonders günstig möglich.

Schon diese sieben Punkte sprechen eindeutig dafür, Google AdWords anzeigen für die eigene Brand zu schalten. Zumindest ein Ausprobieren lohnt sich immer. Dann können Sie die Conversion-Daten der Brand-Kampagne und der Zugriffe aus den organischen Suchergebnissen vergleichen und selbst entscheiden, ob die zusätzlichen Anzeigen sich lohnen.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Rückgang der Impressions bei AdWords im Sommer erklären

Als AdWords Optimierer kennt man sicherlich die Situation: Ohne dass etwas am Account verändert wurde, bricht plötzlich die Performance ein. Auch wenn die relativen Zahlen in etwa die gleichen bleiben, fehlt einfach die Masse. Die Impressions werden weniger, folglich auch die Klicks und letztendlich die Conversions. Insbesondere bei AdWords Accounts für E-Commerce Shops ist dieses Phänomen manchmal zu beobachten. So wie in den letzten Wochen. Eine der möglichen Ursachen können die Sommerferien sein.


Happy Holidays (Bild: Vector Open Stock)

Schauen wir die zugehörigen Daten im AdWords Account an. Auf dem Tab „Dimensionen“ schauen wir die Daten zu Nutzerstandorten an. Dabei blenden wir nur Land und Region ein, damit wir die einzelnen Bundesländer sehen. Bei den Zeiträumen stellen wir einfach die Woche ein, in der uns der Rückgang der Werte aufgefallen ist und aktivieren gleich den Vergleich mit dem vorherigen Zeitraum.


In der Tabelle habe ich die Bundesländer mit einem Rückgang an Impressions rot markiert. Schauen wir uns nun den Ferien-Kalender an. In allen diesen Bundesländern haben gerade im betrachteten Zeitraum die Sommerferien begonnen - entweder gerade kurz vor Beginn oder im Verlauf der aktuellen Woche.

Wir halten also fest: Fangen Ferien an und fahren viele (potenzielle) Kunden in den Urlaub, kann es zu einem Rückgang bei Impressions in den AdWords Kampagnen kommen. Dies sollten wir einfach im Hinterkopf behalten und zusätzliche Impressions (und damit Klicks und letztendlich Sales) durch weitere Maßnahmen fördern.