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Freitag, 12. Februar 2016

Zufällig erstelltes AdWords Account wieder löschen

Es kann sehr einfach passieren: Ich wollte für einen Kunden neue E-Mail Adresse einen Zugriff auf ein bestehendes AdWords Konto einrichten. Nachdem die Einladung verschickt wurde, logge ich mich mit der neuen E-Mail Adresse bei Google ein und will auf das AdWords Account zugreifen. Doch etwas geht schief und ich lande in einem komplett neuen AdWords Konto. Jetzt werde ich aufgefordert, eine neue Kampagne anzulegen und Abrechnungsdaten einzugeben. Doch das will ich ja nicht! Ich möchte auf ein bereits bestehendes Konto zugreifen, zu dem ich sogar eine Einladung erhalten habe.

Kommt Ihnen die Situation bekannt vor? Keine Bange, es gibt eine (einfache) Lösung dafür. Auch wenn Google es einem nicht ganz einfach macht.



Hat Google nach dem Login mit der neuen E-Mail Adresse damit angefangen, einen neuen AdWords Account einzurichten, steckt man aktuell in diesem Prozess fest. Das System verlangt, dass der Nutzer Budget und Keywords sowie eine erste Anzeige definiert und seine Abrechnungsdaten eingibt.

Bisher war es möglich, diesen Prozess abzubrechen und über das Zahnradsymbol oben rechts auf die Seite "Einstellungen" zu gelangen und dort den Account aufzulösen, so wie es unter https://support.google.com/adwords/answer/2424604 beschrieben ist. Leider ist es inzwischen nicht mehr möglich. Ist der Prozess mit der Erstellung der neuen Kampagne einmal gestartet, kann der Nutzer diesen nicht mehr stoppen, ohne ihn abzuschließen.

Die Abhilfe kann allerdings Google Support schaffen: Auf Nachfrage ist es möglich, dass der Support den Account manuell auflöst, auch mitten im Einrichtungsprozess. Der Ablauf:

  1. AdWords Support anrufen. Dabei gilt zu beachten, dass Agenturpartner eine eigene Hotline haben, als neue AdWords Kunden.
  2. Die Situation schildern: "Wir wollten für eine neue E-Mail Adresse einen Zugriff auf bestehendes AdWords-Konto einrichten, haben stattdessen fälschlicherweise mit Erstellung eines neuen Accounts angefangen“.
  3. Die ID des neuen (unbeabsichtigt erstellten) Accounts durchgeben. Diese steht oben rechts hinter der Bezeichnung „Kundennummer“.
  4. AdWords Support schickt eine E-Mail an die E-Mail Adresse, die zum Anlegen dieses "falschen" Accounts verwendet wurde.
  5. Mit einer Antwort auf die E-Mail wird dem Support eine Vollmacht erteilt, den Account zu löschen.
  6. Nachdem der Support den Account gelöscht hat, kann die E-Mail Adresse dann mit einem bestehenden AdWords Account, wie anfangs auch gewünscht, verknüpft werden. Ggf. hilft noch ein Logout und dann wieder ein Login mit dieser E-Mail Adresse weiter.
Das war’s. Haben Sie Fragen zum Einrichten von Google AdWords? Ihre AdWords Agentur hilft Ihnen gerne. auch wir bei DAIR Media stehen Ihnen bei Fragen zu Google AdWords gerne zur Verfügung.

Mittwoch, 5. August 2015

7 Argumente für Branding Anzeigen in AdWords

Immer wieder stellen Kunden und auch Kampagnen-Manager die Frage, ob sie eine Brand-Kampagne erstellen sollen. Die Frage ist also, ob sie auch auf Firmen-Namen („Brand-Keywords“) bieten sollen oder nicht. Eine Frage, die sich pauschal nur schlecht beantworten lässt. Wie so oft gilt auch hier: Es kommt darauf an. Es gibt Argumente sowohl für als auch gegen Brand-Bidding auf den eigenen Markennamen.
Das häufigste Argument GEGEN einer Brand-Kampagne für die eigene Marke: Bei der Suche nach dem eigenen Firmennamen wird die eigene Website als erste in den organischen Ergebnissen angezeigt. Warum soll noch Geld ausgegeben werden, um zusätzlich eine Anzeige zu schalten?

Es gibt jedoch mehrere Gründe, die FÜR eine Schaltung von AdWords Anzeigen auf den eigenen Markennamen sprechen. Mit solchen Anzeigen wird der Branding-Effekt oft verstärkt und es lassen sich günstig Conversions generieren. Nachfolgend finden Sie diese und weitere Vorteile einer Branding-Kampagne.

1. Bessere Präsenz auf Suchergebnis-Seiten und ein "Seriösitätsbonus" bei den Kunden

Die Anzeigen erscheinen vor den organischen Suchergebnissen. Werden bei der Kampagne auch Sitelinks (s. nächsten Punkt) und andere Anzeigenerweiterungen genutzt, belegt eine AdWords Anzeige viel Platz und dominiert die Suchergebnis-Seite. Die organischen Suchergebnisse rutschen weiter nach unten. Dies hat gleich mehrere Effekte: Die größere und auffälligere anzeige wird öfter angeklickt, durch die höhere Klickrate steigt die Relevanz der Anzeige und die Klickpreise sinken.

Außerdem kann es vorkommen, dass bei der Suche nach einer Marke in den organischen Ergebnissen auch ältere Presseberichte oder negative Foren-Beiträge über die Firma angezeigt werden. Durch die Schaltung der Anzeigen rutschen diese weiter nach unten und werden von den Nutzern weniger wahrgenommen. So können die Brand-Anzeigen auch die Online-Reputation des Unternehmens retten.

2. Wahl einer beliebigen Ziel-Seite und Möglichkeit, Sitelinks mit zusätzlichen Angeboten zu schalten

Bei den organischen Suchergebnissen wird für das eigene Marken-Keyword meistens die Startseite oder eine andere starke Seite des Firmen-Webauftritts angezeigt. Selten werden noch weitere Unterseiten mit angezeigt. Hier entscheidet Google, welche Zielseite dem Nutzer präsentiert wird.

Bei den AdWords Anzeigen entscheidet dagegen das Unternehmen selbst, auf welche Zielseiten die Nutzer weitergeleitet werden sollen. Zudem können mit verschiedenen Anzeigenerweiterungen zusätzliche Informationen mit eingeblendet werden. So können aktuell zum Beispiel die eigene Telefonnummer und zusätzliche Informationen wie USPs neben bzw. unter den Anzeigen gezeigt werden.

Mit den so genannten Sitelinks können zudem weitere Unterseiten, wie aktuelle Angebote oder einzelne Produkte und Dienste darstellen. Auch hier entscheidet das werbende Unternehmen, welche Teile der eigenen Website angezeigt werden sollen.

Neben mehr Kontrolle haben Sitelinks auch den Effekt, dass sie mehr Fläche auf dem Bildschirm ausfüllen und so eher zu einem (gezielten) Klick eines Nutzer führen.

3. Neue Branding-Botschaften testen

Mit Brand-Anzeigen lassen sich auch verschiedene Webebotschaften testen. Denn bei einer Brand-Kampagne können mehrere Anzeigen geschaltet werden, die gegeneinander antreten. In den Reports lässt sich dann einfach ablesen, welche Texte bei den Nutzern besser ankommen und welche Texte zu mehr Conversions führen.

4. Mehr Klicks, bessere Klickrate, günstige Klickpreise

Wie bereits in den beiden vorherigen Punkten erwähnt, erzielen die Brand-Anzeigen meistens eine sehr hohe Klickrate. Denn die Relevanz der Anzeige und der Zielseite zu der Suchanfrage ist hoch. Und je höher die Klickrate, desto besser wird auch der Qualitätsfaktor der Brand-Keywords. Und damit sinkt der Klickpreis (CPC). Und dabei sind die Klickpreise für eigene Brand-Keywords bereits niedrig, da es kaum Konkurrenz gibt, die die Preise in die Höhe treiben kann. Im Vergleich zu den allgemeineren (Produkt)-Keywords, auf die auch die Konkurrenz bietet, sind die eigenen Brand-Keywords also deutlich günstiger und konvertieren meistens viel besser.

Nebenbei bemerkt: Ein guter Qualitätsfaktor bei den Brand-Keywords kann auch dem gesamten Account zugutekommen. Es gibt die Meinung unter den AdWords Experten, dass es so etwas wie ein Account-Qualitätsfaktor existiert (vgl. http://www.wordstream.com/blog/ws/2015/07/29/account-level-quality-score). Stimmt es, dann haben die Brand-Keywords und Brand-Kampagnen einen positiven Einfluss auf die restlichen Keywords im AdWords Account.

5. Absicherung gegen Mitbewerber / Brand-Bidding

Bei Google AdWords ist es oft möglich, Anzeigen auch für fremde Firmennamen zu schalten. Somit kann Konkurrenz auch Anzeigen schalten, wenn der eigene Firmenname gesucht wird. Ist der eigene Firmenname zudem recht allgemein oder beinhaltet auch generische Begriffe, wie zum Beispiel „Dachdecker Müller“, dann können bei solchen Suchanfragen ebenfalls Anzeigen der Konkurrenz geschaltet werden. Damit erscheinen fremde Anzeigen über den organischen Suchergebnissen.

Eigene Anzeigen haben jedoch eine höhere Relevanz und sind auch viel günstiger, als für die Konkurrenz. So können mit eigenen Brand-Kampagnen die Anzeigen der Konkurrenz überboten werden und der eigene Firmenname erscheint wieder ganz oben auf der Suchergebnisseite.

Häufig kommt es auch vor, dass die Nutzer die komplette Web-Adresse in das Suchfeld eingeben. Auch für solche Suchanfragen lassen sich Anzeigen schalten. Mit eigenen Brand-Anzeigen für eigene URLs als Keywords kann die Konkurrenz wieder überboten werden.

6. Mehr Daten für Remarketing-Kampagnen

Durch die vielen Klicks auf die Brand-Anzeigen lassen sich auch viele zusätzliche Daten gewinnen, um die AdWords Kampagnen zu optimieren und besser auf die Nutzer auszurichten.

So lassen sich Remarketing-Kampagnen speziell auf die Nutzer ausrichten, die nach eigenen Brand-Namen gesucht haben. Außerdem lassen sich damit grundsätzlich mehr Nutzer über Remarketing-Kampagnen ansprechen, da AdWords mehr Nutzer über die Brand-Klicks erfassen kann. Insbesondere für Unternehmen, die kein Google Analytics auf ihren Websites einsetzen, ist dies eine gute Möglichkeit, mehr Besucher anzusprechen.

7. Mobile Suchergebnisse

Auf einem Smartphone unterscheidet sich die Suchergebnisseite von der auf einem Desktop-Computer. Hier werden zunächst die AdWords Anzeigen dann lokale Suchergebnisse und ggf. Shopping-Anzeigen und erst dann die organischen Suchergebnisse angezeigt. Wer hier als erster angeklickt werden will, sollte mit seiner Anzeige auf der Top-Position stehen. Und beim eigenen Firmennamen ist es ja besonders günstig möglich.

Schon diese sieben Punkte sprechen eindeutig dafür, Google AdWords anzeigen für die eigene Brand zu schalten. Zumindest ein Ausprobieren lohnt sich immer. Dann können Sie die Conversion-Daten der Brand-Kampagne und der Zugriffe aus den organischen Suchergebnissen vergleichen und selbst entscheiden, ob die zusätzlichen Anzeigen sich lohnen.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Rückgang der Impressions bei AdWords im Sommer erklären

Als AdWords Optimierer kennt man sicherlich die Situation: Ohne dass etwas am Account verändert wurde, bricht plötzlich die Performance ein. Auch wenn die relativen Zahlen in etwa die gleichen bleiben, fehlt einfach die Masse. Die Impressions werden weniger, folglich auch die Klicks und letztendlich die Conversions. Insbesondere bei AdWords Accounts für E-Commerce Shops ist dieses Phänomen manchmal zu beobachten. So wie in den letzten Wochen. Eine der möglichen Ursachen können die Sommerferien sein.


Happy Holidays (Bild: Vector Open Stock)

Schauen wir die zugehörigen Daten im AdWords Account an. Auf dem Tab „Dimensionen“ schauen wir die Daten zu Nutzerstandorten an. Dabei blenden wir nur Land und Region ein, damit wir die einzelnen Bundesländer sehen. Bei den Zeiträumen stellen wir einfach die Woche ein, in der uns der Rückgang der Werte aufgefallen ist und aktivieren gleich den Vergleich mit dem vorherigen Zeitraum.


In der Tabelle habe ich die Bundesländer mit einem Rückgang an Impressions rot markiert. Schauen wir uns nun den Ferien-Kalender an. In allen diesen Bundesländern haben gerade im betrachteten Zeitraum die Sommerferien begonnen - entweder gerade kurz vor Beginn oder im Verlauf der aktuellen Woche.

Wir halten also fest: Fangen Ferien an und fahren viele (potenzielle) Kunden in den Urlaub, kann es zu einem Rückgang bei Impressions in den AdWords Kampagnen kommen. Dies sollten wir einfach im Hinterkopf behalten und zusätzliche Impressions (und damit Klicks und letztendlich Sales) durch weitere Maßnahmen fördern.