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Montag, 22. Februar 2016

Google streicht AdWords Anzeigen auf der rechten Seite


Google passt die Darstellung der Suchergebnisse auf dem Desktop an. Künftig wird es keine bezahlten Ergebnisse (auch als AdWords Anzeigen bekannt) auf der rechten Seite geben. Damit wird das Aussehen der Seite an die mobilen Ergebnisseiten angepasst. Gleichzeitig will Google jetzt bis zu 4 Anzeigen über den organischen Suchergebnissen schalten und auch drei Anzeigen unten auf der Seite platzieren. Wir fassen die bevorstehenden Änderungen zusammen und welche Auswirkungen sie haben werden.

Google AdWords

Was ändert sich?

Bisher zeigt Google auf einem Desktop-PC bis zu drei Anzeigen über den organischen Suchergebnissen. Auf der rechten Seite werden nochmal bis zu 8 AdWords Anzeigen eingeblendet.

Beim neuen Design sollen vier Anzeigen über den organischen Ergebnissen stehen. Zusätzlich werden drei Anzeigen ganz unten auf der Seite geschaltet. Die rechte Seitenleiste soll leer bleiben. Allerdings gibt es dafür eine Ausnahme: Die Anzeigen aus Google Shopping Kampagnen – auch als Product Listing Ads (PLA) bekannt – werden weiterhin rechts neben den Suchergebnissen und den Top-Anzeigen dargestellt.

Damit werden die Suchergebnisse bei Google auf einem Desktop fast genauso aussehen, wie auf einem mobilen Gerät. Auf einem Smartphone ist bekanntlich nicht genügend Platz für eine rechte Spalte. Und auf Tablets hat Google das neue Interface bereits in November 2015 eingeführt. Damals wurde die Darstellung aus einer Kombination von Desktop- und mobilen Version gegen einem Smartphone-ähnlichen Aussehen geändert.

Die erste Abbildung zeigt die bisherige Suchergebnisseite und die zweite Abbildung stellt die neue Darstellung der AdWords Anzeigen dar.

Bisherige Darstellung von AdWords Anzeigen
Neues Aussehen der Suchergebnisseite mit 4 Top-Anzeigen

Warum die Änderung?

Google testet das neue Erscheinungsbild der Suchseiten bereits seit mehreren Jahren. In letzter Zeit wurden auch sie Suchergebnisseiten auch in Deutschland andere Anzeigen-Plätze getestet. Nun soll das neue Aussehen der Seite ohne die rechte Anzeigen-Spalte global ausgerollt werden.
Ein Google-Sprecher bestätigte gegenüber Search Engine Land, dass die Änderungen nun für alle Suchanfragen in allen Sprachen ausgerollt werden.

Mit dem neuen Layout erreicht Google nach eigenen Angaben, dass die Ergebnisse insgesamt mehr Relevanz für die Nutzer haben werden. Auch sollen neue Anzeigen-Platzierungen eine bessere Performance für Werbetreibende bringen.

Laut mehreren Studien beschäftigen sich die Nutzer meistens nur mit den oberen Ergebnissen auf der Suchseite. Die durchschnittliche Klickrate dürfte hier deutlich höher sein, als auf den Anzeigen in der rechten Spalte (right hand side, RHS). Es wird zudem spekuliert, dass die Klicks auf die vier AdWords Anzeigen oberhalb der organischen Ergebnisse insgesamt mehr Umsatz für Google bringen, als die relativ günstigen Klicks auf der gesamten rechten Spalte.

Was bedeutet diese Änderung?

Das neue Aussehen von Suchergebnisseiten (SERP) hat eine Vielzahl von Auswirkungen. Wir fassen diese zusammen:

1. Die Anzahl der Werbeplätze auf einer Suchergebnisseite (SERP) wird reduziert – von bisher 11 auf nun 7 Anzeigenpositionen. Damit wird der Konkurrenzkampf um die verbleibenden Anzeigenplätze größer.

2. Der höhere Wettbewerb um die Top-Positionen kann zunächst dazu führen, dass das Schalten von AdWords Anzeigen teurer wird.

3. Bisher haben kleinere Unternehmen, die zuvor ihre Anzeigen auf unteren Positionen in der rechten Seitenleiste geschaltet haben, auch Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden zum Teil für sehr wenig Geld hatten. Durch den Wegfall von diesen günstigen Anzeigenpositionen können einige Unternehmen auch ihre Kampagnen stoppen und kein AdWords mehr schalten.

4. Der gleiche Grund kann auch zu einer höheren Markteintrittsbarriere für kleinere Unternehmen führen. Denn nicht alle Unternehmen verfügen über genügend Budget und Know-how, um mit den Big-Playern bei den Top-Positionen zu konkurrieren.

5. Die Top-Positionen waren bereits bisher nur durch eine bessere Relevanz zu erreichen. Behält Google den Kurs bei, werden immer mehr Werbetreibende Wert auf eine höhere Qualität ihrer Anzeigen, Keywords und Landingpages legen. Durch den besseren Qualitätsfaktor werden auch die neuen Top-Positionen dadurch wieder günstiger. Die Klickpreise (CPC) können mittelfristig wieder sinken.

6. Die ersten Positionen der organischen Ergebnisse rutschen in der Darstellung weiter nach unten. Je nach Display-Größe können sie sogar komplett aus dem sichtbaren Bereich („above the fold“) verschwinden. Dadurch wird der Kampf um Top Positionen auch Bereich SEO angefeuert.

7. Die Anzeigen auf den Top-Positionen werden höhere Klickraten erzielen und auch insgesamt mehr Klicks bekommen. Dadurch verdient Google am Ende auch mehr.

Fazit: Was soll ich als Werbetreibende unternehmen?

Diese Frage werden sich in diesen Tagen sicherlich viele stellen. Wie öfter erwähnt, legt Google viel Wert auf die Relevanz der Suchergebnisse für die Nutzer. Auch die Anzeigen und die Angebote auf den Websites dahinter sollen für die Nutzer relevant sein. Die Qualität der Kampagnen gewinnt also weiter an Bedeutung. Für alle, die Google AdWords als einen Marketing-Kanal auch künftig nutzen wollen, wird es einmal mehr lohnen, sich mit der AdWords Optimierung zu beschäftigen. Wir von DAIR Media helfen Ihnen gerne dabei und kümmern uns laufend darum, dass Ihre Werbekampagnen die bestmögliche Leistung erreichen.

Freitag, 12. Februar 2016

Zufällig erstelltes AdWords Account wieder löschen

Es kann sehr einfach passieren: Ich wollte für einen Kunden neue E-Mail Adresse einen Zugriff auf ein bestehendes AdWords Konto einrichten. Nachdem die Einladung verschickt wurde, logge ich mich mit der neuen E-Mail Adresse bei Google ein und will auf das AdWords Account zugreifen. Doch etwas geht schief und ich lande in einem komplett neuen AdWords Konto. Jetzt werde ich aufgefordert, eine neue Kampagne anzulegen und Abrechnungsdaten einzugeben. Doch das will ich ja nicht! Ich möchte auf ein bereits bestehendes Konto zugreifen, zu dem ich sogar eine Einladung erhalten habe.

Kommt Ihnen die Situation bekannt vor? Keine Bange, es gibt eine (einfache) Lösung dafür. Auch wenn Google es einem nicht ganz einfach macht.



Hat Google nach dem Login mit der neuen E-Mail Adresse damit angefangen, einen neuen AdWords Account einzurichten, steckt man aktuell in diesem Prozess fest. Das System verlangt, dass der Nutzer Budget und Keywords sowie eine erste Anzeige definiert und seine Abrechnungsdaten eingibt.

Bisher war es möglich, diesen Prozess abzubrechen und über das Zahnradsymbol oben rechts auf die Seite "Einstellungen" zu gelangen und dort den Account aufzulösen, so wie es unter https://support.google.com/adwords/answer/2424604 beschrieben ist. Leider ist es inzwischen nicht mehr möglich. Ist der Prozess mit der Erstellung der neuen Kampagne einmal gestartet, kann der Nutzer diesen nicht mehr stoppen, ohne ihn abzuschließen.

Die Abhilfe kann allerdings Google Support schaffen: Auf Nachfrage ist es möglich, dass der Support den Account manuell auflöst, auch mitten im Einrichtungsprozess. Der Ablauf:

  1. AdWords Support anrufen. Dabei gilt zu beachten, dass Agenturpartner eine eigene Hotline haben, als neue AdWords Kunden.
  2. Die Situation schildern: "Wir wollten für eine neue E-Mail Adresse einen Zugriff auf bestehendes AdWords-Konto einrichten, haben stattdessen fälschlicherweise mit Erstellung eines neuen Accounts angefangen“.
  3. Die ID des neuen (unbeabsichtigt erstellten) Accounts durchgeben. Diese steht oben rechts hinter der Bezeichnung „Kundennummer“.
  4. AdWords Support schickt eine E-Mail an die E-Mail Adresse, die zum Anlegen dieses "falschen" Accounts verwendet wurde.
  5. Mit einer Antwort auf die E-Mail wird dem Support eine Vollmacht erteilt, den Account zu löschen.
  6. Nachdem der Support den Account gelöscht hat, kann die E-Mail Adresse dann mit einem bestehenden AdWords Account, wie anfangs auch gewünscht, verknüpft werden. Ggf. hilft noch ein Logout und dann wieder ein Login mit dieser E-Mail Adresse weiter.
Das war’s. Haben Sie Fragen zum Einrichten von Google AdWords? Ihre AdWords Agentur hilft Ihnen gerne. auch wir bei DAIR Media stehen Ihnen bei Fragen zu Google AdWords gerne zur Verfügung.

Mittwoch, 5. August 2015

7 Argumente für Branding Anzeigen in AdWords

Immer wieder stellen Kunden und auch Kampagnen-Manager die Frage, ob sie eine Brand-Kampagne erstellen sollen. Die Frage ist also, ob sie auch auf Firmen-Namen („Brand-Keywords“) bieten sollen oder nicht. Eine Frage, die sich pauschal nur schlecht beantworten lässt. Wie so oft gilt auch hier: Es kommt darauf an. Es gibt Argumente sowohl für als auch gegen Brand-Bidding auf den eigenen Markennamen.
Das häufigste Argument GEGEN einer Brand-Kampagne für die eigene Marke: Bei der Suche nach dem eigenen Firmennamen wird die eigene Website als erste in den organischen Ergebnissen angezeigt. Warum soll noch Geld ausgegeben werden, um zusätzlich eine Anzeige zu schalten?

Es gibt jedoch mehrere Gründe, die FÜR eine Schaltung von AdWords Anzeigen auf den eigenen Markennamen sprechen. Mit solchen Anzeigen wird der Branding-Effekt oft verstärkt und es lassen sich günstig Conversions generieren. Nachfolgend finden Sie diese und weitere Vorteile einer Branding-Kampagne.

1. Bessere Präsenz auf Suchergebnis-Seiten und ein "Seriösitätsbonus" bei den Kunden

Die Anzeigen erscheinen vor den organischen Suchergebnissen. Werden bei der Kampagne auch Sitelinks (s. nächsten Punkt) und andere Anzeigenerweiterungen genutzt, belegt eine AdWords Anzeige viel Platz und dominiert die Suchergebnis-Seite. Die organischen Suchergebnisse rutschen weiter nach unten. Dies hat gleich mehrere Effekte: Die größere und auffälligere anzeige wird öfter angeklickt, durch die höhere Klickrate steigt die Relevanz der Anzeige und die Klickpreise sinken.

Außerdem kann es vorkommen, dass bei der Suche nach einer Marke in den organischen Ergebnissen auch ältere Presseberichte oder negative Foren-Beiträge über die Firma angezeigt werden. Durch die Schaltung der Anzeigen rutschen diese weiter nach unten und werden von den Nutzern weniger wahrgenommen. So können die Brand-Anzeigen auch die Online-Reputation des Unternehmens retten.

2. Wahl einer beliebigen Ziel-Seite und Möglichkeit, Sitelinks mit zusätzlichen Angeboten zu schalten

Bei den organischen Suchergebnissen wird für das eigene Marken-Keyword meistens die Startseite oder eine andere starke Seite des Firmen-Webauftritts angezeigt. Selten werden noch weitere Unterseiten mit angezeigt. Hier entscheidet Google, welche Zielseite dem Nutzer präsentiert wird.

Bei den AdWords Anzeigen entscheidet dagegen das Unternehmen selbst, auf welche Zielseiten die Nutzer weitergeleitet werden sollen. Zudem können mit verschiedenen Anzeigenerweiterungen zusätzliche Informationen mit eingeblendet werden. So können aktuell zum Beispiel die eigene Telefonnummer und zusätzliche Informationen wie USPs neben bzw. unter den Anzeigen gezeigt werden.

Mit den so genannten Sitelinks können zudem weitere Unterseiten, wie aktuelle Angebote oder einzelne Produkte und Dienste darstellen. Auch hier entscheidet das werbende Unternehmen, welche Teile der eigenen Website angezeigt werden sollen.

Neben mehr Kontrolle haben Sitelinks auch den Effekt, dass sie mehr Fläche auf dem Bildschirm ausfüllen und so eher zu einem (gezielten) Klick eines Nutzer führen.

3. Neue Branding-Botschaften testen

Mit Brand-Anzeigen lassen sich auch verschiedene Webebotschaften testen. Denn bei einer Brand-Kampagne können mehrere Anzeigen geschaltet werden, die gegeneinander antreten. In den Reports lässt sich dann einfach ablesen, welche Texte bei den Nutzern besser ankommen und welche Texte zu mehr Conversions führen.

4. Mehr Klicks, bessere Klickrate, günstige Klickpreise

Wie bereits in den beiden vorherigen Punkten erwähnt, erzielen die Brand-Anzeigen meistens eine sehr hohe Klickrate. Denn die Relevanz der Anzeige und der Zielseite zu der Suchanfrage ist hoch. Und je höher die Klickrate, desto besser wird auch der Qualitätsfaktor der Brand-Keywords. Und damit sinkt der Klickpreis (CPC). Und dabei sind die Klickpreise für eigene Brand-Keywords bereits niedrig, da es kaum Konkurrenz gibt, die die Preise in die Höhe treiben kann. Im Vergleich zu den allgemeineren (Produkt)-Keywords, auf die auch die Konkurrenz bietet, sind die eigenen Brand-Keywords also deutlich günstiger und konvertieren meistens viel besser.

Nebenbei bemerkt: Ein guter Qualitätsfaktor bei den Brand-Keywords kann auch dem gesamten Account zugutekommen. Es gibt die Meinung unter den AdWords Experten, dass es so etwas wie ein Account-Qualitätsfaktor existiert (vgl. http://www.wordstream.com/blog/ws/2015/07/29/account-level-quality-score). Stimmt es, dann haben die Brand-Keywords und Brand-Kampagnen einen positiven Einfluss auf die restlichen Keywords im AdWords Account.

5. Absicherung gegen Mitbewerber / Brand-Bidding

Bei Google AdWords ist es oft möglich, Anzeigen auch für fremde Firmennamen zu schalten. Somit kann Konkurrenz auch Anzeigen schalten, wenn der eigene Firmenname gesucht wird. Ist der eigene Firmenname zudem recht allgemein oder beinhaltet auch generische Begriffe, wie zum Beispiel „Dachdecker Müller“, dann können bei solchen Suchanfragen ebenfalls Anzeigen der Konkurrenz geschaltet werden. Damit erscheinen fremde Anzeigen über den organischen Suchergebnissen.

Eigene Anzeigen haben jedoch eine höhere Relevanz und sind auch viel günstiger, als für die Konkurrenz. So können mit eigenen Brand-Kampagnen die Anzeigen der Konkurrenz überboten werden und der eigene Firmenname erscheint wieder ganz oben auf der Suchergebnisseite.

Häufig kommt es auch vor, dass die Nutzer die komplette Web-Adresse in das Suchfeld eingeben. Auch für solche Suchanfragen lassen sich Anzeigen schalten. Mit eigenen Brand-Anzeigen für eigene URLs als Keywords kann die Konkurrenz wieder überboten werden.

6. Mehr Daten für Remarketing-Kampagnen

Durch die vielen Klicks auf die Brand-Anzeigen lassen sich auch viele zusätzliche Daten gewinnen, um die AdWords Kampagnen zu optimieren und besser auf die Nutzer auszurichten.

So lassen sich Remarketing-Kampagnen speziell auf die Nutzer ausrichten, die nach eigenen Brand-Namen gesucht haben. Außerdem lassen sich damit grundsätzlich mehr Nutzer über Remarketing-Kampagnen ansprechen, da AdWords mehr Nutzer über die Brand-Klicks erfassen kann. Insbesondere für Unternehmen, die kein Google Analytics auf ihren Websites einsetzen, ist dies eine gute Möglichkeit, mehr Besucher anzusprechen.

7. Mobile Suchergebnisse

Auf einem Smartphone unterscheidet sich die Suchergebnisseite von der auf einem Desktop-Computer. Hier werden zunächst die AdWords Anzeigen dann lokale Suchergebnisse und ggf. Shopping-Anzeigen und erst dann die organischen Suchergebnisse angezeigt. Wer hier als erster angeklickt werden will, sollte mit seiner Anzeige auf der Top-Position stehen. Und beim eigenen Firmennamen ist es ja besonders günstig möglich.

Schon diese sieben Punkte sprechen eindeutig dafür, Google AdWords anzeigen für die eigene Brand zu schalten. Zumindest ein Ausprobieren lohnt sich immer. Dann können Sie die Conversion-Daten der Brand-Kampagne und der Zugriffe aus den organischen Suchergebnissen vergleichen und selbst entscheiden, ob die zusätzlichen Anzeigen sich lohnen.